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Wenn die Energie nicht mehr reicht

vor 2 Tagen
4 Min. Lesezeit

Manchmal spürt man einfach, dass etwas nicht mehr rund läuft. Man ist müde, schneller erschöpft, die Gedanken kreisen, der Körper meldet sich – und gleichzeitig versucht man weiterzumachen wie bisher. Funktionieren, durchhalten, sich zusammenreißen. Aber die Energie reicht einfach nicht mehr. So begann auch diese Sitzung.


Meine Klientin erzählte von Erschöpfung, leichtem Schwindel und einem Kribbeln auf der Zunge. Medizinisch war zu diesem Zeitpunkt noch nichts abschließend abgeklärt. Deshalb ging es in unserer Arbeit nicht darum, eine Diagnose zu stellen, sondern darum, wahrzunehmen: Was zeigt sich gerade auf energetischer und emotionaler Ebene?


Frau nachdenklich - wenn die Energie nicht mehr reicht
Wenn die Energie nicht mehr reicht.

Ich muss sehr viel beweisen


Relativ schnell kam ein Thema nach oben, das auf den ersten Blick gar nichts mit den körperlichen Beschwerden zu tun hatte. Der Satz war: „Ich muss sehr viel beweisen.“ Beweisen, dass sie ein guter Mensch ist. Dass sie niemandem etwas Böses will. Dass sie ehrlich ist. Dass sie es richtig macht. Dass niemand enttäuscht von ihr ist. Und genau an diesem Punkt wurde deutlich, wie viel Kraft dieses ständige innere Arbeiten kostet.


Die Energie reicht nicht mehr


Ich bat sie, sich ihre eigene Energie wie eine Batterie vorzustellen. Wenn dein Körper ein Akku wäre – wie voll wäre er gerade? Die Antwort: ungefähr 50 Prozent. Und trotzdem liefen die Gedanken weiter. Wa

s denkt der andere über mich? War ich freundlich genug? Habe ich etwas falsch gemacht? Bin ich ungerecht? Muss ich mich erklären? Also kam eine ganz einfache Frage: Wenn deine Batterie nur halb voll ist – hast du dann überhaupt genug Energie, um zusätzlich noch die Gefühle und Erwartungen anderer Menschen zu tragen?


Die Energie wieder zurückholen


Und plötzlich wurde es ruhig. Denn manchmal ist nicht das Problem, dass wir zu wenig Energie bekommen. Manchmal geben wir einfach unglaublich viel davon an Stellen ab, an denen sie gar nicht hingehört.

Wir begannen, ihre Energie wieder bewusst zu sich zurückzuholen. Über ein inneres Bild verband sie sich mit der Energie von oben und gleichzeitig mit der Erde. Diese Kraft durfte wie ein Strom durch den Körper fließen und die eigenen Zellen wieder versorgen. Danach ging es um das Abgeben: alles, was schwer war, alles, was nicht zu ihr gehörte, alles, was sie schon viel zu lange mit sich herumgetragen hatte.

Das Bild, das sich dabei zeigte, war eine Tür. Eine Tür, die geöffnet werden darf, damit Belastendes herausfließen kann. Und genauso eine Tür, die anschließend auch wieder geschlossen werden darf. Denn nicht alles muss in uns hinein. Nicht jedes Urteil. Nicht jede Erwartung. Nicht jede Enttäuschung eines anderen Menschen. Nicht jedes Problem.

Während der Sitzung kam immer wieder derselbe Satz: „Das ist nicht meins.“ Und genau darin lag eine unglaubliche Entlastung. Denn Grenzen zu setzen bedeutet nicht automatisch, lieblos zu sein. Es bedeutet auch nicht, dass einem andere Menschen egal sind. Es bedeutet manchmal einfach: Ich brauche meine Kraft gerade für mich. Für meinen Körper. Für meinen Schlaf. Für meine Ruhe. Für mein eigenes Leben.

Spannend war, wie sich im Laufe der Sitzung auch ihre Wahrnehmung veränderte. Am Anfang wirkte alles schwerer, dichter, angespannter. Nach und nach wurde es leichter, ruhiger und weiter. Und die innere Batterie, die zu Beginn ungefähr bei 50 Prozent lag, konnte wieder mehr Energie aufnehmen.


Ich muss nicht alles tragen


Genau solche Momente zeigen mir immer wieder, warum ich meine Arbeit so liebe. Man beginnt vielleicht mit einem körperlich wahrgenommenen Thema, mit Erschöpfung, Unruhe oder dem Gefühl, einfach nicht mehr weiterzukommen. Und plötzlich zeigt sich darunter etwas ganz anderes: ein alter Glaubenssatz, eine Erwartung, eine Grenze, die nie gesetzt wurde, eine fremde Belastung – oder schlicht die Erkenntnis: Ich darf aufhören, alles zu tragen.

Mir ist dabei besonders wichtig, dass eine Sitzung nicht einfach mit einem guten Gefühl endet. Ich möchte, dass etwas mit nach Hause geht: ein Satz, eine Übung, ein Bild, etwas, das im Alltag wieder abrufbar ist und dabei hilft, sich selbst wieder wahrzunehmen. Denn oft brauchen wir gar nicht noch mehr Wissen. Wir brauchen einen Raum, in dem wir wieder hören können, was in uns längst da ist.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch. Du funktionierst, du hältst durch, du kümmerst dich – und irgendwo dazwischen ist deine eigene Batterie immer leerer geworden. Dann musst du nicht schon wissen, was genau dahintersteckt. Du darfst einfach mit dem kommen, was gerade da ist. Und gemeinsam schauen wir, was sich zeigt.

Manchmal braucht es keinen komplett neuen Weg. Manchmal braucht es nur den richtigen Impuls zurück zu dir.



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Nelly Ippensen, Energetische Heilerin
Nelly Ippensen, Energetische Heilerin

Hinweis: Die energetische Arbeit ersetzt keine ärztliche, psychotherapeutische oder andere medizinische Behandlung. Es werden keine Diagnosen gestellt und keine Heilversprechen abgegeben. Die Anwendung dient der energetischen und persönlichen Begleitung sowie der Unterstützung der eigenen Wahrnehmung und Selbstregulation.


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Die energetische Heilung dient ausschließlich dazu, die Selbstheilungskräfte zu stärken. 

Du wirst ausdrücklich darauf hingewiesen, einen Arzt zu konsultieren. Ich diagnostiziere nicht, verschreibe nichts und gebe kein Heilversprechen ab. Sieh' meine Arbeit als eine Ergänzung an. Sie ist und soll kein Ersatz sein für den Arztbesuch.

Solltest Du dazu Fragen haben, melde Dich gerne per Mail bei mir.

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